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3 Fragen an Urs Eckhart

Der Zügelexperte Urs Eckhart packt mit an, wenn die neu sanierten Wohnungen an der Bahnhofstrasse 43 von ehemaligen und neuen Mietern bezogen werden können. Bei uns packt er aus, worauf es dabei ankommt.

Sie besitzen viel Erfahrung im Umgang mit älteren Menschen, die aus den eigenen vier Wänden in ein Alterszentrum oder eine Wohnung mit Dienstleistungen übersiedeln. Inwiefern unterscheiden sich solche Aufträge von anderen?
Grundsätzlich plane ich bei älteren Menschen immer viel Zeit ein. Oft haben sie 40 Jahre lang in ihrer Wohnung gelebt – da kommen die Spuren eines ganzen Lebens zusammen. Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren mit einem achtköpfigen Profiteam zusammen, das gut eingespielt ist. Wir helfen beim Aussortieren und Einpacken, beim Zügeln, und wir organisieren bei Bedarf auch die Resträumung und die Reinigung des alten Wohnsitzes. Ein Umzug in ein Alterszentrum oder eine Wohnung mit Dienstleistungen bedeutet erst einmal eine grosse Veränderung, die Ängste auslösen, aber auch Vorfreude mit sich bringen kann. Man braucht viel Einfühlungsvermögen, um zu entscheiden, was an den neuen Lebensort mitgenommen werden soll und was nicht. Mit meiner Erfahrung als Zügelexperte kann ich die Platzverhältnisse gut einschätzen und die Umziehenden damit unterstützen. In der Regel kann man sagen: Wenn man etwas fünf Jahre lang nicht mehr in die Hand genommen hat, kann man sich von diesem Gegenstand trennen.

Im Rahmen der Bau- und Sanierungsarbeiten waren Sie bereits an drei «Züglete» im Alenia beteiligt. Im November 2020 begleiteten Sie den Umzug der 106-jährigen Frau Wegmüller an die Nussbaumallee 2. Wie haben Sie den Tag mit ihr erlebt?
Aufgestellt, herzlich, gütig – sie ist die liebenswürdigste Grossmutter, die man sich vorstellen kann. Unglaublich, wie sie wahre «Pullover-Kunstwerke» strickt und auch sonst ein aktiver Mensch ist. Frau Wegmüller freute sich auf die «Züglete». Als es so weit war, gab sie uns augenzwinkernd mit auf den Weg, dass wir aber auch gut auf ihre schöne Holzkommode aufpassen sollten. Wegen COVID-19 reduzierten wir den Direktkontakt mit ihr aus Sicherheitsgründen jedoch auf das absolute Minimum. Die Platzverhältnisse am alten und am neuen Ort waren in etwa dieselben. Nach dem Zügeltag nahmen wir lediglich kleinere Feinjustierungen bei der Platzierung vor, dann war sie vollständig zufrieden. Die Gesamtwirkung der Einrichtung erfasst man halt doch erst, wenn man im neuen Zuhause eingezogen ist.

Ende Jahr wird Frau Wegmüller in die neu sanierte Wohnung an der Bahnhofstrasse 43 zurückkehren können. Gibt es spezifische Vorkehrungen, die Sie heute schon mit dem Alenia-Team treffen?
In diesem Jahr finden rund zehn Sitzungen statt, an denen wir den Umzug mit der Direktion, der Pflege, der Gastronomie, den Bauvorarbeitern und dem Facility Management bis ins kleinste Detail planen. Jede Wohnung wird fotografiert und beschriftet, damit klar ist, wer wo einzieht und auf welche besonderen Bedürfnisse wir achten sollen. Künftigen Bewohnenden wie Frau Wegmüller werden frühzeitig die genauen Termin- und Uhrzeiten mitgeteilt, damit sie und ihre Angehörigen sich auf den Umzug in ihr neues Zuhause einstellen können.

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